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Next.js nutzen und Unternehmenswebsites zukunftssicher machen

Next.js als moderne Alternative zu WordPress für Unternehmenswebsites. Leser erkennen, wie sie Performance, Sicherheit und Kosten langfristig optimieren.

24 Min.
MP
Marcel PötschkeWebentwickler
Geteilte Grafik: links Next.js/React-Visual, rechts wachsende Business-KPIs plus Symbole für Performance und Sicherheit

Next.js für Unternehmen: 5 Gründe, warum ich es meinen Kunden empfehle

Wenn ich mit Unternehmern über einen Website-Relaunch oder eine neue digitale Präsenz spreche, lautet eine der häufigsten Fragen: „Welche Technologie empfehlen Sie?" Meine Antwort ist seit einigen Jahren eindeutig: Next.js. Aber warum?

Als IT-Administrator und Controller kenne ich beide Seiten: die technische Umsetzung und die kaufmännische Kalkulation. Next.js vereint aus meiner Sicht genau das, was moderne Unternehmenswebsites brauchen: Performance, Sicherheit, Wartbarkeit und Zukunftssicherheit. In diesem Artikel erkläre ich Ihnen die fünf wichtigsten Gründe, warum ich Next.js meinen Kunden empfehle – verständlich und ohne unnötigen Tech-Jargon.

Was ist Next.js überhaupt?

Bevor wir zu den Gründen kommen, kurz zur Einordnung: Next.js ist ein modernes Framework auf Basis von React, das von Vercel entwickelt wird. Anders als klassische Content-Management-Systeme wie WordPress ist Next.js keine „aus der Box"-Lösung, sondern eine professionelle Entwicklungsplattform für maßgeschneiderte Webanwendungen.

Der entscheidende Unterschied: Während bei WordPress, Joomla oder TYPO3 Frontend und Backend eng verzahnt sind, trennt Next.js diese Bereiche sauber. Das Ergebnis sind schnellere, sicherere und flexiblere Websites.

Grund 1: Performance – Ihre Website wird messbar schneller

Warum das wichtig ist: Jede Sekunde Ladezeit kostet Sie potenzielle Kunden. Studien zeigen, dass bereits eine Verzögerung von einer Sekunde die Conversion-Rate um bis zu 7% senken kann. Für ein Unternehmen mit 100.000 Euro Monatsumsatz über die Website bedeutet das 7.000 Euro weniger – jeden Monat.

Was Next.js anders macht:

Next.js nutzt Server-Side Rendering (SSR) und Static Site Generation (SSG). In der Praxis bedeutet das: Ihre Seiten werden bereits auf dem Server vorgerendert und als fertige HTML-Dateien ausgeliefert. Der Browser muss nicht erst aufwendig JavaScript ausführen, bevor der Nutzer etwas sieht.

Ein Praxisbeispiel aus meinem Portfolio:

Bei einem kürzlichen Projekt für einen Maschinenbau-Betrieb aus dem Ruhrgebiet haben wir die alte WordPress-Website durch eine Next.js-Lösung ersetzt. Die Ergebnisse nach drei Monaten:

  • Ladezeit: von 4,2 auf 0,8 Sekunden (Desktop)
  • Google PageSpeed Score: von 52 auf 98 Punkte
  • Mobile Performance: von 38 auf 95 Punkte
  • Bounce Rate: minus 23%

Der Kunde berichtete mir, dass Anfragen über die Website um etwa 18% gestiegen sind. Ob das allein an der Performance lag, lässt sich schwer sagen – aber die Korrelation ist deutlich.

Für Controller und Geschäftsführer: Performance ist messbar und hat direkten Einfluss auf Ihre Geschäftsziele. Mit Tools wie Google Analytics und Core Web Vitals können Sie diese Kennzahlen transparent verfolgen.

Grund 2: Sicherheit – Weniger Angriffsfläche, weniger Risiko

Die Realität: Allein 2024 wurden laut WPScan über 23.000 Sicherheitslücken in WordPress-Plugins gemeldet. Viele davon bleiben bei Unternehmen ungepatcht, weil Updates aufwendig sind oder Systeme „brechen" könnten.

Warum Next.js sicherer ist:

Bei WordPress und ähnlichen Systemen läuft auf Ihrem Server PHP-Code, der direkt mit der Datenbank kommuniziert. Jedes installierte Plugin ist ein potenzielles Sicherheitsrisiko. Ein schlecht programmiertes Kontaktformular-Plugin kann ausreichen, um Ihre gesamte Website zu kompromittieren.

Next.js funktioniert anders:

  1. Kein PHP: Es gibt keine PHP-Lücken, weil kein PHP verwendet wird
  2. Headless-Architektur: Das Backend (z.B. Payload CMS) läuft komplett getrennt vom Frontend
  3. Statische Seiten: Viele Teile der Website werden als reine HTML-Dateien ausgeliefert – ohne Datenbankzugriff
  4. Weniger Plugins: Statt 20-30 Plugins bei WordPress benötigen Sie deutlich weniger Dependencies

Was das für Sie bedeutet:

In meinem Care-Betrieb habe ich bei Next.js-Projekten deutlich weniger Sicherheitsvorfälle. Während ich bei WordPress-Kunden regelmäßig Plugin-Updates einspielen und auf Zero-Day-Exploits reagieren muss, laufen Next.js-Websites oft monatelang ohne kritische Sicherheitsupdates.

Ein Rechenbeispiel: Ein Sicherheitsvorfall kann schnell 5.000-15.000 Euro kosten (Wiederherstellung, Anwaltskosten, DSGVO-Verstöße, Reputationsschaden). Bei einem typischen WordPress-System liegt das Risiko über drei Jahre bei schätzungsweise 15-20%. Bei Next.js sehe ich dieses Risiko bei unter 5%.

Grund 3: Zukunftssicherheit – Investition in moderne Technologie

Die Herausforderung: Sie investieren heute Geld in eine Website, die Sie die nächsten 3-5 Jahre begleiten soll. Wie stellen Sie sicher, dass die Technologie nicht veraltet?

Warum Next.js zukunftssicher ist:

  1. Aktive Entwicklung: Vercel (das Unternehmen hinter Next.js) hat 2023 eine Series E-Finanzierung über 250 Millionen Dollar erhalten. Das Framework wird aktiv weiterentwickelt und gepflegt.
  2. Große Community: Next.js wird von Unternehmen wie Nike, TikTok, Twitch, Hulu und vielen anderen eingesetzt. Die Community ist riesig, Entwickler sind verfügbar.
  3. Standard-Technologien: Next.js baut auf React auf – der am weitesten verbreiteten Frontend-Library. Sollten Sie irgendwann den Entwickler wechseln wollen, finden Sie problemlos Alternativen.
  4. Keine Vendor Lock-ins: Anders als bei proprietären CMS-Systemen gehört Ihnen der Code. Sie sind nicht von einem bestimmten Anbieter abhängig.

Aus meiner Erfahrung als IT-Administrator:

Ich habe in den letzten 15 Jahren viele Technologie-Wechsel miterlebt: von statischem HTML zu PHP, von PHP zu CMS-Systemen, von monolithischen zu headless Architekturen. Was ich gelernt habe: Setzen Sie auf offene Standards und große Communities. Next.js erfüllt beide Kriterien.

Der Vergleich: Eine WordPress-Website aus 2015 mit veralteten Plugins ist heute ein Sicherheitsrisiko und kaum noch wartbar. Eine gut strukturierte Next.js-Website aus 2020 läuft heute noch ohne größere Anpassungen – und ist durch automatische Updates aktuell.

Grund 4: Bessere SEO – Rankings, die sich rechnen

Die Fakten: Google berücksichtigt bei der Bewertung von Websites über 200 Faktoren. Viele davon hängen direkt mit der Performance und der technischen Umsetzung zusammen.

Wie Next.js Ihre SEO verbessert:

  1. Server-Side Rendering (SSR): Suchmaschinen-Crawler sehen sofort den vollständigen HTML-Code – kein Warten auf JavaScript-Ausführung
  2. Optimierte Core Web Vitals: LCP (Largest Contentful Paint), FID (First Input Delay) und CLS (Cumulative Layout Shift) sind bei Next.js strukturell besser
  3. Automatische Code-Optimierung: Bilder werden automatisch optimiert, Code wird gesplittet und nur das Nötige geladen
  4. Schnelle Ladezeiten: Wie bereits erwähnt, ein wichtiger Ranking-Faktor

Ein konkretes Beispiel:

Ein Kunde aus der Logistikbranche kam zu mir, weil seine WordPress-Website trotz guter Inhalte auf Seite 3 bei Google landete. Nach der Migration zu Next.js und einigen SEO-Optimierungen:

  • Ranking für Hauptkeyword: von Position 28 auf Position 4 (innerhalb von 4 Monaten)
  • Organischer Traffic: plus 145%
  • Mobile-Optimierung: von „unzureichend" zu „gut" in der Google Search Console

Wichtig zu verstehen: Next.js allein macht noch keine perfekte SEO. Aber es schafft die technische Grundlage, auf der gute SEO erst möglich wird. Content und Keywords bleiben wichtig – aber die technische Performance wird zunehmend zum Differenzierungsfaktor.

Grund 5: Geringere langfristige Kosten – TCO im Blick

Die Controller-Perspektive: Als Controller schaue ich nicht nur auf die initialen Entwicklungskosten, sondern auf den Total Cost of Ownership (TCO) über drei Jahre. Und hier wird es interessant.

Warum Next.js langfristig günstiger ist:

1. Wartung und Updates:

  • WordPress: Regelmäßige Plugin-Updates, Theme-Updates, Core-Updates, Kompatibilitätsprüfungen, Sicherheits-Patches
  • Next.js: Deutlich weniger Dependencies, automatische Updates über Package Manager, weniger Breaking Changes

2. Hosting-Kosten:

  • WordPress: Benötigt PHP, Datenbank, oft teure Managed-Hosting-Pakete (ab 20-50 €/Monat)
  • Next.js: Kann auf modernen Edge-Netzwerken wie Vercel oder Netlify gehostet werden, oft deutlich günstiger oder sogar kostenlos für kleine Projekte

3. Entwicklungszeit für Änderungen:

  • WordPress: Theme-Anpassungen oft kompliziert, Page-Builder-Abhängigkeiten, langsame Entwicklungsumgebungen
  • Next.js: Klare Komponentenstruktur, schnellere Iterationen, wiederverwendbare Komponenten

Eine Beispielrechnung über 3 Jahre:

KostenpunktWordpressNext.js
Initiale Entwicklung 8.000 €12.000 €
Hosting (36 Monate) 1.800 €0–360 €
Wartung/Updates (pro Jahr)1.500 €600 €
Wartung/Updates (36 Monate)4.500 €1.800 €
Sicherheitsvorfälle (Risiko)~2.000 €~500 €
Gesamtkosten (3 Jahre)16.300 €14.300 €

Hinzu kommen weiche Faktoren:

  • Schnellere Anpassungen bedeuten niedrigere Stundenkontingente bei Änderungen
  • Weniger Ausfallzeiten bedeuten weniger entgangene Umsätze
  • Bessere Performance bedeutet höhere Conversion Rates

Aus meiner Praxis: Die höheren initialen Kosten bei Next.js schrecken manche Kunden ab. Wenn ich ihnen aber die Langfristrechnung zeige, entscheiden sich die meisten für die modernere Lösung. Gerade im B2B-Bereich, wo Websites langfristig gedacht werden, macht das Sinn.

Für wen ist Next.js (noch) nicht geeignet?

Fairness gehört dazu: Next.js ist nicht für jeden die richtige Lösung.

Next.js ist weniger geeignet, wenn:

  • Sie eine ganz einfache Visitenkarten-Website mit 5 Seiten brauchen und nie etwas ändern wollen
  • Ihr Budget unter 8.000 € liegt
  • Sie die Website selbst pflegen möchten ohne technisches Know-how
  • Sie viele spezielle Features brauchen, für die es nur WordPress-Plugins gibt

Next.js ist ideal, wenn:

  • Sie eine professionelle Unternehmenswebsite mit langfristiger Perspektive planen
  • Performance und Sicherheit für Sie Priorität haben
  • Sie bereit sind, in Qualität zu investieren
  • Sie einen Care-Partner haben, der sich um technische Details kümmert

Fazit: Investition in Qualität und Zukunft

Nach mittlerweile über 20 erfolgreich umgesetzten Next.js-Projekten kann ich sagen: Die Entscheidung für moderne Technologie zahlt sich aus. Meine Kunden profitieren von schnelleren Websites, weniger Sicherheitsproblemen und geringeren laufenden Kosten.

Warum ich Next.js empfehle – die Kurzfassung:

  1. Messbar bessere Performance → mehr Conversions
  2. Höhere Sicherheit → weniger Risiken und Kosten
  3. Zukunftssicher → Investitionsschutz über Jahre
  4. Bessere SEO → mehr organischer Traffic
  5. Geringerer TCO → langfristig günstiger

Als IT-Administrator und Controller sehe ich beide Seiten: die technische Exzellenz und die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit. Next.js vereint beides.

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